Ja, das ist etwas hochgestochen und außerdem halten wir auch nichts von Buzzwords, aber dafür ist so eine Vision doch da, oder etwa nicht?
Als wir die Gründung von COMBARC vorbereitet haben, hatten wir folgendes Bild vor Augen: Eine Agentur, die jeden Bereich in der Kreativbranche intern abdeckt, in der Marketing kein Fast-Food ist, in der sich jeder frei entfalten kann, in der jeder wertgeschätzt wird – sowohl vom Kunden, als auch vom Team und in der wir uns selbst wohlfühlen. Und damit meinen wir nicht diesen “Wir sind eine große Familie, hier ist ein Obstkorb” quatsch, sondern reale Wertschätzung und ein respektvoller, angenehmer Umgang, bei dem man aufeinander acht gibt und miteinander wächst.
Mit Blick in die Zukunft sehen wir ein Kreativstudio, das über Grenzen hinweg und mit vielen einzelnen Bereichen Hand in Hand zusammenarbeitet. Wir haben große Pläne, wie ein Filmstudio, ein Musikstudio, eine Druckerei und ein flexibles internes Weiterbildungsangebot. Wie der Weg dahin aussehen wird, das wissen wir noch nicht, aber was wir wissen ist, dass wir nicht aufhören zu wachsen und Neues auszuprobieren.
Seit einigen Jahren schon versuchen mehr und mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter mit KI zu ersetzen und auch immer mehr Agenturen greifen zu Bild- und Textgenerierenden KI-Tools. Wir finden das eine erschreckende und negative Entwicklung. Dort, wo Menschen durch Maschinen ersetzt werden, geht auch die Menschlichkeit verloren. Gerade dort wo Kreativität und Menschlichkeit gebraucht wird, eben in der Kreativbranche, ist das ein Schritt in die falsche Richtung

KI hat viele nützliche Anwendungsbereiche, auch bei uns kommen KI-Tools zum einsatz- Beispielsweise in der Postproduktion (Interpolation, Rotoscoping) oder in der Webentwicklung (Effizienzverbesserung der Scripte), jedoch niemals dort, wo sie menschliche Kreativität ersetzen würde. Das heißt, nicht in Konzeptions- und Kreationsphasen. Bei uns werden keine visuellen oder auditiven Inhalte mit generativer KI erstellt oder konzeptioniert.

Das hat mehrere Gründe. Generative KI kann und wird niemals etwas Neues erschaffen, sondern lediglich schon geschaffenes zusammenwürfeln. Sie wird mit gestohlener Arbeit echter Menschen trainiert. Die generierten Ergebnisse haben keinen Urheber und somit auch keinen urheberrechtlichen Schutz. Für kommerzielle Nutzung im professionellen Bereich ist das ein absolutes No-Go. Dazu kommen weitere moralische Gründe, wie die enorme Belastung der Umwelt durch den hohen Energie- und Rohstoffverbrauch, sowie die Wasserverschmutzung und die politischen Auswirkungen durch die Entwicklung von KI-Überwachungstechnologien mit den Nutzungsdaten von Konsumenten.